Grundwasserschutz

Trinkwasserschutzgebiete

Um unser Grundwasser direkt zu schützen, werden Trinkwasserschutzgebiete festgelegt. Schutzgebiete sind in drei Schutzzonen eingeteilt.

Die Schutzzone I ist der unmittelbare Brunnenbereich. Er ist eingezäunt und damit gegen das Betreten Unbefugter gesichert.

Die Schutzzone II erstreckt sich vom Fassungsgebiet um die Brunnen herum bis zur sog. 50-Tage-Linie. Das ist die Linie, von der ein Grundwassertropfen 50 Tage braucht, um am Brunnen anzukommen. Hier sind Land- und Forstwirtschaft mit Einschränkungen erlaubt. Gülleausbringung ist beispielsweise verboten.

Die Schutzzone III erstreckt sich bis zur Grenze des Wassergewinnungsbereiches. Hier sind bestimmte wassergefährdende Betriebe und Einrichtungen verboten.

PDF-Datei mit der Übersicht über unsere Schutzgebiete

Kooperation mit der Landwirtschaft

Seit vielen Jahren setzt sich der Trinkwasserverband aktiv für den Grundwasserschutz ein. Bereits Anfang der 90iger Jahre wurde als ein Folgeprojekt des Niedersächsischen Umweltministeriums vom Verband eine Kooperation mit der Landwirtschaft ins Leben gerufen.

Unser Verband hat seit dem mehrere Pilotprojekte unterstützt u. a. zum Thema „Gülle“ oder „Reduzierung des Nitrataustrages durch Änderung der Nutzungsintensität und Vergleich verschiedener Nutzungsmöglichkeiten“. Außerdem wurden am Wasserwerk Wittkoppenberg Versuchsflächen angelegt.

Heutzutage ist die Grundlage für die Arbeit einer solchen Kooperation gesetzlich geregelt im § 47h des Niedersächsischen Wassergesetzes (NWG).

Aufbau der Kooperation Trinkwasserschutz Verden

Grundstückskauf in Trinkwasserschutzgebieten

Um einer Grundwassergefährdung durch Intensivbewirtschaftung wirkungsvoll begegnen zu können, sind wir um den Kauf von
Ländereien in den Wasserschutzgebieten bemüht. Diese Flächen werden als Wald aufgeforstet oder teilweise mit Bewirtschaf-
tungsauflagen unter reduziertem Pachtzins an landwirtschaftliche Betriebe verpachtet.